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18.03.2017 15:49 Alter: 9 days

Bachelor- u. Masterstudenten/innen für Abschlussarbeiten: Indirekte Fallenwirkung von Straßenrändern auf Heckenbrütergemeinschaften

Kategorie: Stellenbörseneinträge

Beschreibung: Straßenränder bilden durch ihre extensive Nutzung optimale Lebensräume für
zahlreiche Arten, besonders für Offenland- und Gebüscharten. Allerdings kann der Verkehr entlang
der Straße auf vielfältige Weise solch hochwertige Lebensräume zu einer ökologischen Falle
verwandeln und sie entwerten; etwa durch Kollisionen mit Fahrzeugen, verstärkte Prädation oder
aufgrund von Stressreaktionen, die durch konstanten Verkehrslärm ausgelöst werden.

Um dies zu untersuchen, sollen umfangreiche populationsbiologische Studien an verschiedenen Singvogelarten durchgeführt werden, die in Hecken auf Straßenbegleitflächen brüten. Als Teil eines
praxisorientieren Forschungsvorhabens (F&E Vorhaben) der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
sollen mittels Revierkartierungen Brutdichten von Heckenbrütergemeinschaften entlang von
Teilstücken der Bundesautobahn A 6 zwischen Nürnberg und dem Autobahnkreuz Weinsberg
ermittelt und mit Brutdichten von Hecken entlang von wenig befahrenen Wirtschaftswegen
verglichen werden. Zusätzlich soll für ausgewählte Arten wie Goldammer, Mönchsgrasmücke und
Amsel ein Nestmonitoring durchgeführt werden, bei denen Wildtierkameras zum Einsatz kommen
werden. Hierbei sollen Informationen über den Bruterfolg und mögliche Nestprädation entlang stark
(BAB 6) bzw. schwach (Wirtschaftswege) durch Verkehr beeinflusster Heckenstrukturen gewonnen
werden. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich über die Brutsaison von April bis Juni 2017.

Fahrt- und Unterkunftskosten sowie alle Kosten für die Analysen und das Material zur Durchführung der
Feldarbeit werden über das F&E-Vorhaben „Minderung der indirekten Fallenwirkung für Tiere in
Straßenseitenräumen“ (FE 02.0372/2014/LRB) abgedeckt. Projektbetreuer sind das Planungsbüro
ANUVA Stadt- und Umweltplanung GbR, Nürnberg (Dipl. Biol. Klaus Albrecht), Dr. Jan Engler
(Universität Gent) und PD Dr. Jan Habel (TU München).

Qualifikationen: Mögliche Kandidaten sollten einen Studiengang mit einem oder mehreren
Schwerpunkten in Landschaftsökologie, Umweltplanung, Ornithologie, Wildtierökologie, oder
verwandten Disziplinen besuchen. Ornithologische Kenntnisse (Identifikation von Vogelarten durch
Sichtbeobachtung bzw. Gesang) sind wünschenswert aber nicht zwingend notwendig und abhängig
von der zu bearbeitenden Teilfragestellung. Erfahrungen mit Feldarbeit sind ebenfalls erwünscht.
Vorausgesetzt werden Teamfähigkeit, ein hoher Grad an selbstständigem Arbeiten – auch unter
widrigen Witterungsbedingungen, zu frühen Tageszeiten und langen Arbeitstagen. Zusätzlich
erwarten wir gute Schreibfähigkeiten in Deutscher und Englischer Sprache.

Bewerbung: Bitte senden Sie uns einen Lebenslauf mitsamt einseitigem Motivationsschreiben sowie
Kontaktadressen von zwei Referenzen an JAN ENGLER als einzelne PDF Datei an:
FE_indirekte_Fallen(at)anuva.de