Auswertungshilfen: DO-G fördert Zusammenarbeit bei der Auswertung ornithologischer Daten

Die DO-G erkennt den hohen Wert der fachkundigen Erhebung von ornithologischen Daten gerade auch durch ehrenamtlich Forschende. Viele wertvolle Datensätze bleiben jedoch unveröffentlicht, weil z. B. die Expertise zur statistischen Analyse fehlt oder die hohen Anforderungen an eine Publikation von Seiten der Fachzeitschriften abschreckend wirken. Deshalb hat die DO-G ein Fördermittel geschaffen, das genau hier ansetzt, aber bisher kaum genutzt wird: die Auswertungshilfe. Dieses Instrument der DO-G- Forschungsförderung unterstützt Kooperationen zur Aufbereitung von Datensätzen bis zur Publikation. Die Forschungskommission weist hiermit nochmals auf die Möglichkeit hin, finanzielle Unterstützung für die Auswertung vorhandener Datensätze und die Erstellung von Manuskripten zu beantragen:

"Auswertungshilfen: Auswertungshilfen unterstützen Kooperationen zur Aufbereitung bereits vorhandener Datensätze bis zur Publikation. Die maximale Fördersumme beträgt € 500.-. Förderungsfähig sind Fahrt- und Unterbringungskosten bei einem geeigneten Kooperationspartner. Eine Kooperationszusage des Kooperationspartners ist dem Antrag beizufügen." (Auszug aus den Grundsätzen und Richtlinien der Forschungskommission)

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Förderung ist die gelungene Zusammenarbeit von Heiner Flinks und Dr. Volker Salewski zu Effekten der Federabnutzung auf Flügel- und Schwanzlängenmessungen beim Schwarzkehlchen. Unterstützt durch eine Auswertungshilfe der DO-G konnten von H. Flinks erhobene Langzeitdatensätze aus dem Freiland gemeinsam mit V. Salewski statistisch ausgewertet und zur Publikation aufbereitet werden. Das Projekt wurde von H. Flinks auf der Jahresversammlung in Potsdam im Jahr 2011 vorgestellt, und im vergangenen Jahr ist der Beitrag im Journal of Ornithology erschienen (J Ornithol 152: 1053-1065).

Die vollständigen Grundsätze und Richtlinien der Forschungsförderung sind hier abrufbar. Die Forschungskommission berät bei Bedarf gerne im Vorfeld der Antragstellung.



Tim Schmoll
Sprecher der DO-G Forschungskommission                                                                                 Juni 2013

 

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