Preise & Auszeichnungen

Die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft ist in der glücklichen Lage, über sechs verschiedene Förder- und Preisinstrumente verfügen zu können. Damit werden einerseits ornithologische Projekte von ihrer Planung an unterstützt, andererseits werden bereits geleistete Arbeiten gewürdigt. Neben der direkt greifenden Förderung über den Forschungsfonds besitzen wir damit weitere wichtige Instrumente des Forschungsmanagements.

Aktuell bestehende Preise:

> Stresemannförderung        > Ornithologenpreis        > Werner-Sunkel Förderpreis       

> Horst-Wiehe Stiftung        > Hans-Löhrl Preis        > Maria-Koepcke-Preis

Preisträger 2015

Auf der 148. Jahresversammlung der DO-G in Konstanz vom 30.9. bis 5.10.2015 wurden zwei einzelne Ornithologen und ein Autorenteam für herausragende Arbeiten ausgezeichnet:

Das Autorenteam bei der Preisverleihung durch den DO-G Präsidenten (Foto: C. Unger / DO-G)
Den Förderpreis der Werner-Sunkel-Stiftung 2015 erhalten die Autoren des "Atlas des Vogelzugs":

Prof. Dr. Franz Bairlein, Dr. Jochen Dierschke, Dr. Volker Dierschke, Dr. Volker Salewski, Olaf Geiter, Dr. Kathrin Hüppop, Dr. Ulrich Köppen und Dr. Wolfgang Fiedler

Das Autorenteam unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Bairlein legt mit dem 567 Seiten umfassenden Buch "Atlas des Vogelzugs – Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel" ein monumentales Werk und gleichzeitig einen Meilenstein der deutschen Ornithologie vor. Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk der drei deutschen Ringfundzentralen Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“, Vogelwarte Radolfzell am Max-Planck-Institut für Ornithologie und Beringungszentrale Hiddensee.

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Den Hans Löhrl-Preis 2015 erhält Jan Engler für seine Untersuchungen zur Verbreitungsdynamik von zwei Spötterarten (Orpheus- und Gelbspötter) sowie des Zitronenzeisigs
(Foto: C. Unger / DO-G)

Der Preisträger des Jahres 2015 wird für seine Untersuchungen zur Verbreitungsdynamik von zwei Spötterarten (Orpheus- und Gelbspötter) sowie des Zitronenzeisigs (Engler et al. 2013, J. Evol. Biol. 26: 2487-2496 und 2014 J. Ornithol. 155: 657-669) ausgezeichnet.

In diesen Arbeiten verbindet er moderne Methoden der Verbreitungsmodellierung mit dem Expertenwissen über die behandelten Arten. Mit einer solchen Methodenkombination gelingt es ihm, Verzerrungen im Datenpool erkennenbar zu machen und zu korrigieren.

Darüber hinaus hat Herr Engler im Themenkreis Artverbreitungsmodelle und Habitatmodellierung noch weitere wegweisende Arbeiten publiziert.

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Den Maria-Koepcke-Preis 2015 erhält Jörg Asmus für seine Studien in Vogelsammlungen

Seine Beiträge geben insbesondere in den Kreisen der Vogelzüchter wichtige Impulse für koordinierte und fachlich wohlbegründete Projekte zum Erhalt von Vogel-Wildformen in der Gefangenschaft. Die Bemühungen um eine schutzorientierte Erhaltungszucht seltener Vogelformen haben ihm daher nicht zuletzt auch die Anerkennung diverser Zoos eingebracht, mit denen Herr Asmus ebenfalls eng zusammenarbeitet.

Mit der Verleihung des Maria-Koepcke-Preises an Herrn Asmus soll ausdrücklich die fachliche Akribie und persönliche Hingabe eines Freizeit-Ornithologen gewürdigt werden, der mit seiner Studien in Vogelsammlungen eine fundierte Basis für eine schutzorientierte und populationsbiologisch begründete züchterische Praxis legt, die in Vogelhalterkreisen nicht selbstverständlich ist.

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