Fachgruppe Bienenfresser in der DO-G

> Treffen und Symposien, Material, Kontakt

Anlässlich des Bienenfresser-Symposiums im Oktober 2012 in Kerzenheim/Pfalz wurde die Idee einer deutschlandweit agierenden Bienenfresser-Fachgruppe geboren und im Frühjahr 2013 mit der Gründung der FG Bienenfresser in der DO-G realisiert.

Das Interesse am Bienenfresser wächst parallel zu seiner Ausbreitung an der nördlichen Verbreitungsgrenze. Mittlerweile brütet die Art mit insgesamt etwa 1.100 Brutpaaren in zehn Bundesländern und kommt seit einigen Jahren zudem auch in Dänemark und Finnland regelmäßig vor. Die Dynamik der Arealausbreitung hält also weiter an. Die Fachgruppe möchte diesen Prozess möglichst umfassend dokumentieren und aufkommende Fragen zu Ökologie, Populationsbiologie und Artenschutz aufgreifen, diskutieren und verfolgen.

Die Fachgruppe hat sich daher zum Ziel gesetzt, Aktivitäten der in Deutschland tätigen Bienenfresser-Spezialisten - so weit möglich und lokal gewünscht - zu bündeln und in eine einheitliche und vergleichbare Informations-Struktur zu bringen sowie in Absprache der verschiedenen Beteiligte koordinierte Studien zu planen und umzusetzen. Dabei sind aktuell folgende Themen geplant:

•    Konsolidierung der regional erfassten Informationen und Daten zur Expansion und Verbreitungsgeschichte des Bienenfressers in Deutschland und dem benachbarten Ausland
•    strukturierte Erfassung aller Vorkommen in Deutschland
•    populationsbiologische und siedlungsökologische Untersuchungen
•    Studien zur Habitatwahl, Nahrungsanalysen, etc.
•    Durchführung von Symposien

Die Themenauswahl kann und soll jedoch in Zusammenarbeit mit den verschiedenen FG-Mitarbeitern weiter modifiziert und ergänzt werden.

Die FG Bienenfresser möchte in einem offenen und zwanglosen Informationsaustausch Aktive und Interessierte miteinander vernetzen, um Erkenntnisse über den Bienenfresser in Deutschland und Mitteleuropa zu konsolidieren. Dazu ist es geplant, in loser Folge Symposien und FG-Treffen zu veranstalten, auf denen über aktuelle Erkenntnisse zur Expansion des Bienenfressers in Deutschland und Mitteleuropa sowie über neue Erkenntnisse zur Biologie, Ökologie oder zu Naturschutzfragen berichtet werden soll.

Das Interesse an Bienenfressern beschränkt sich nicht alleine auf den Kreis von Biologen und Ornithologen, sondern zeigt sich im gesamten großen Kreis der „Hobby- und Freizeitornithologen“ sowie in wachsendem Maße auch in der breiten interessierten Öffentlichkeit. Dieser Erkenntnis folgend möchte sich die Fachgruppe einem breiten Publikum öffnen und möchte allen Interessenten etwas bieten. Seien es allgemeine Informationen zu der Vogelart oder für die mehr wissenschaftlich interessierten Mitglieder ein Forum, um verschiedene Fragen zu Biologie und Ökologie der Art zu diskutieren. Dieses Forum sind auch unsere Symposien, bei denen wir an wechselnden Orten Vorträge, Diskussionsrunden und Exkursionen anbieten.


Treffen und Symposien

Bienenfresser-Symposium 10.-11. April 2015 in Mücheln (Sachsen-Anhalt)

Das Symposium fand im Saalekreis statt, also in der Region mit der höchsten Brutdichte des Bienenfressers nördlich der Alpen. In der Nähe des Tagungsortes befindet sich der Geiseltalsee, ein in einem ehemaligen Braunkohlentagebau künstlich angelegter See, der mit einer Wasserfläche von 18,4 km² der größte See Sachsen-Anhalts ist. Heute ist der See ein überregional bedeutsamer Brut-, Rast- und Überwinterungslebensraum und unter anderem ein wichtiger Brutplatz für den Bienenfresser.

> Bericht zum Bienenfresser-Symposium April 2015 Mücheln (aus Vogelwarte 2/2015)

> Tagungsprogramm, Ortsskizze und weitere Informationen zum Symposium



Kontakt

Sprecher der Fachgruppe:

Dr. Hans-Valentin Bastian
Geschwister-Scholl-Str. 15
67304 Kerzenheim
Email: bastian-kerzenheim(at)t-online.de