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DOG-Mitglieder erfolgreich auf dem Nassersee unterwegs

Die nunmehr bereits 7. Nassersee-Expedition verlief wie erwartet sehr erfolgreich. Vom 6. bis 22. Februar 2026 waren Jens Hering und Olaf Geiter erneut mit einem 13-köpfigen Team, darunter sechs DOG-Mitglieder, auf dem im Süden Ägyptens liegenden Wüstensee unterwegs. Zu den Höhepunkten der Forschungsreise zählte zweifellos der erste Brutnachweis der nur wenig bekannten afrotropischen Unterart minor der Braunkehl-Uferschwalbe in der Westpaläarktis. Während die Uferschwalbe zu den Zielarten gehörte, überraschten mehrere Streifenohreulen weit abseits des bekannten Vorkommens. Auch wurde der vom Nassersee-Team im August 2024 gefundene erste Brutplatz des Dorfwebers im Pharaonenland bestätigt, und die Suche nach weiteren Kolonien hatte Erfolg. Neben über 3 100 beringten Vögeln von 66 Arten gelangen wiederum viele Wiederfänge von den dort in den Vorjahren beringten Individuen. Das sind wichtige Erkenntnisse zur wenig erforschten Ortstreue in dieser Region. Zu nennen sind hier Streifenprinie, Stentorrohrsänger, Blassspötter, Erznektarvogel, Saharasteinschmätzer und Haussperling. Auch wurden Wintergäste und bereits schon nach Norden strebende Zugvögel gefangen. Am häufigsten waren dabei Zilpzalp (631 Beringungen), Teichrohrsänger (418) und Klappergrasmücke (290). Ebenso sind 135 gefangene Rohrschwirle erwähnenswert. Nun wartet ein übervolles Tage- und Beringungsbuch auf die Auswertung. Darunter befindet sich auch Neues zu den sogenannten Rußvögeln (s. Vogelwarte 62: 339-340).

Jens Hering & Olaf Geiter

 

DOG-Mitglieder während der 7. Nassersee-Expedition vor den Tempeln von Abu Simbel
v.l.n.r.: Hans-Joachim Fünfstück, Moritz Meinken, Jens Hering, Arne Rudolph, Olaf Geiter, Götz Elwanger

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